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Der Weg ist das Ziel

Private Reiseberichte

www.womo-reisen.net

letzte Änderung am Samstag, 19. Mai 2012

 

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7.10.2009

In Tschechien hatten wir nur unser Navi zur Orientierung. Das war dann doch zu wenig. Die Karten hatten wir daheim gelassen. Leider haben wir auf der Strecke Richtung Prag keine Nebenwege oder kleine Orte gefunden, wo wir auf die Seite fahren konnten. Nur einmal bei einem kleinen Industriegelände fanden wir einen kurzen Feldweg, wo wir Mittag machten. Interessanterweise wird auch hier bei den Firmen mit WLAN gearbeitet - jedoch waren alle drei Netze ungesichert.

Prag an der Moldau

Gerade an diesem Tag hatten wir 27 Grad und traumhaften Sonnenschein. Gegen 11:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz direkt am Bahnhof, der gerade noch Platz für unser WOMO hatte. Rundherum hatten wir alles dicht und finster gemacht, damit wir die Hunde ausnahmsweise im WOMO lassen konnten. Als wir dann nach 1 Stunde zurück gekommen sind, war es im WOMO um einiges kühler als im Freien.

Aber zuerst mal mussten wir ja rein nach Prag.
Vorbei an wunderschön restaurierten Fassaden mit tollen Wandmalereien.

Hier rechts, der Hauptbahnhof von Prag.

Mit großen Augen standen wir vor der wunderschönen “Jerusalem Synagoge” und liefen dann weiter durch diese tolle Stadt.

Ein Haus schöner als das andere.
Allein an dem Baustil und den Fassaden kann man erkennen, dass dieses Land einmal zur Österreichischen Monarchie gehörte.

Ein kleiner Park mit faszinierenden tanzenden Statuen lud uns zur Rast und zum Verweilen ein.

Bald erreichten wir den Wenzelsplatz der vor lauter Besuchern nur so wimmelte. Alle möglichen Menschen mit vielen verschiedenen Zungen konnte man hier finden.
Mitten am Wenzelsplatz genossen wir unser erstes Pilsner Bier in Tschechien.
Gerade im Vordergrund sieht man wieder mal die Navigatorin und im Hintergrund sieht man das Nationalmuseum.

Nach einer Stunde waren wir dann wieder zurück beim WOMO und bei der Weiterfahrt bewunderten wir noch das “Tanzende Haus”.
Die Prager nennen es auch “Ginger und Fred”.

Die Fahrt raus aus Prag war geprägt von dem in großen Städten anscheinend üblichen Verkehrschaos. Da ging es fast so zu wie letzten Winter in Rom.

Nun noch ein Abschiedsblick auf die “Goldene Stadt”.

Nach wenigen Kilometern kamen wir beim KZ Theresienstadt vorbei.
Einfach deprimierend und daher nur ein paar Fotos


Ich glaube, der Schluck Pilsner am Wenzelsplatz lockte uns Richtung Pilsen.

Eigentlich wollten wir uns die Autobahnvignette ersparen und ließen uns vom Navi durch viele kleine Orte führen. Aber da gings laufend kreuz und quer und wieder zurück. Plötzlich waren wir auf eine schönen breiten Straße, die nach einigen Kilometern zur Autobahn mutierte. Jetzt blieb uns nichts anderes übrig und wir fuhren an die nächste Tankstelle und haben uns quasi zwangsweise eine Vignette gekauft.

Nach dem Kleben der Vignette machten wir uns auf den Weg Richtung Pilsen.

Irgendwann, so nach 20 km machte der Motor plötzlich schlapp. Die Kühlwassertemperatur schnellte in nicht mehr messbare Höhen und die Kühlwasserstandanzeige bekam das nervöse Blinken.

Also sofort den Schlüssel umgedreht, Motor aus und das WOMO an den Pannenstreifen gelenkt.

Na prost Mahlzeit. Was war denn das jetzt?

Nun musste ich den Beifahrersessel ausbauen und die Motorhaube aufmachen. Da kam mir auch schon eine Dampfwolke entgegen. Nachdem wir direkt bei einer Notrufsäule zum Stehen gekommen waren, habe ich dort auf die Schnelle mal angerufen. Wegen Verständigungsproblemen konnte ich nur noch eines hören - warten, warten - mehr war nicht zu verstehen. Eine Verständigung in Englisch war leider auch nicht möglich. Nachdem wir uns nicht klar waren , was das nun werden würde, blieb dem Käptn nix anderes übrig, als zu versuchen, das Problem selbst zu beheben.

Der langen Rede kurzer Sinn: nach 1 Stunde schwitzen, verbrannten Fingern und mit tatkräftiger Hilfe meiner Navigatorin, konnte der geplatzte Kühlwasserschlauch repariert werden. Wir waren gerade beim Wasser füllen - na klar da kommt ein Pannenauto daher.

Der Pannenfahrer konnte wenigstens Englisch und wir verständigten uns darauf, dass ich 50 € zahle und damit fertig.

Das Geld wurde mit einem verschmitzten Lächeln eingesteckt und weg war er, der Pannenhelfer, ohne eine Bestätigung ausgestellt zu haben. Wahrscheinlich hat er sich gefreut, dass er so leicht zu 50 € gekommen war und wir waren froh, dass wir so billig davon gekommen sind.

Dieses Erlebnis hat uns die Fahrt nach Pilsen dann irgendwie doch verleidet und wir beschlossen wieder nach Deutschland auf die Oberfränkische Bierstraße zu fahren.. Da gibt es schließlich auch Bier ;-))


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